„Das ist ein guter Tag für 2 Millionen private und kommunale Waldbesitzer“


02.10.2012
Guttenberg begrüßt Urteil des Bundesgerichtshofes vom 2. Oktober 2012 zur Verkehrssicherungspflicht im Wald
„Das ist ein guter Tag für die 2 Millionen privaten und kommunalen Waldbesitzer in Deutschland. Jetzt herrscht Rechtssicherheit im Bereich der Verkehrssicherungspflicht im Walde“, so Philipp zu Guttenberg, Präsident des Dachverbandes Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) zum Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 2. Oktober 2012 zur Haftung des Waldbesitzers für Verletzung eines Spaziergängers durch einen herabstürzenden Ast.

Nach dem Bundeswaldgesetz ist das Betreten des Waldes für jedermann zu Erholungszwecken gestattet, geschieht aber auf eigene Gefahr. Dem Waldbesitzer, der das Betreten des Waldes dulden muss, „sollen dadurch keine besonderen Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflichten erwachsen“, so die Karlsruher Richter. „Mit dem heutigen Urteil dieses obersten deutschen Gerichtes ist klar, dass der Waldeigentümer nicht für waldtypische Gefahren, wie etwa herabfallende Äste, haften muss. Das bedeutet eine Stärkung der Eigentumsrechte aller Waldbesitzarten“, betonte zu Guttenberg.

Der Bundesgerichtshof folgt damit der Auffassung des Landgerichtes Saarbrücken vom März 2010 und weist den vom Saarländischen Oberlandesgericht im November 2011 bejahten Schadensersatzanspruch einer im Wald durch einen herabfallenden Ast verletzten Spaziergängerin zurück.

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